Mit den Sicherheitsupdates vom April 2026 hat Microsoft das Verhalten der Windows‑Remotedesktopverbindung (RDP) deutlich verschärft. Nutzerinnen und Nutzer sehen seitdem häufiger die Warnmeldung „Unbekannte Verbindung“ oder Hinweise auf ein nicht verifiziertes Zertifikat – und erstmals fehlt dabei eine vertraute Option:
👉 Das Häkchen „Nicht noch einmal fragen“ ist verschwunden.
Altes Bild:
Neues Bild:
Was hat sich geändert?
Microsoft bestätigt, dass diese Änderung absichtlich vorgenommen wurde. Entscheidungen über das Vertrauen in eine RDP‑Verbindung werden nicht mehr dauerhaft gespeichert. Die Sicherheitsabfrage erscheint bei jeder neuen oder nicht eindeutig vertrauenswürdigen Verbindung erneut, insbesondere beim Öffnen von .rdp‑Dateien oder bei Verbindungen ohne gültiges Zertifikat.
Warum entfernt Microsoft die Option?
Hintergrund sind vermehrte Phishing‑ und Missbrauchsszenarien mit RDP‑Dateien. Angreifer nutzen manipulierte .rdp‑Dateien, um unbemerkt lokale Ressourcen wie Laufwerke, Zwischenablage oder Anmeldeinformationen freizugeben. In der Vergangenheit konnte ein einmal gesetztes „Nicht noch einmal fragen“ solche Risiken dauerhaft maskieren. Microsoft möchte Nutzer daher künftig dazu zwingen, jede Verbindung bewusst zu prüfen.
Wen betrifft die Änderung?
Die neue Sicherheitslogik gilt für:
- Windows 11 (insbesondere 24H2 und neuer)
- Windows 10 (im ESU‑Support)
- Windows Server ab 2016
sowie für die klassische Remotedesktop‑Verbindung (mstsc.exe).
Kann man die Abfrage deaktivieren?
Kurz gesagt: Nein.
Microsoft stuft diese Änderung als Sicherheitsfeature ein. Weder Registry‑Einträge noch Gruppenrichtlinien können das frühere Verhalten offiziell wiederherstellen.
Wie lässt sich die Warnung vermeiden?
Die Abfrage erscheint nicht, wenn die RDP‑Verbindung technisch korrekt abgesichert ist:
- Der Remoteserver verwendet ein gültiges TLS‑Zertifikat
- Der Verbindungsname (Hostname) passt exakt zum Zertifikat
- Das Zertifikat stammt von einer vertrauenswürdigen (internen oder öffentlichen) Zertifizierungsstelle
In diesem Fall erkennt Windows die Verbindung als vertrauenswürdig – die Warnmeldung entfällt vollständig.



